„Freiensteinerhof“ geht mit gutem Beispiel voran: Steirische Jungbauern vergeben „Jungbauern-Transparenzteller“ für Vorzeigewirten in Leoben.
St. Peter-Freienstein: Die Steirischen Jungbauern zeichneten heute den Freiensteinerhof mit dem „Jungbauern-Transparenzteller“ aus. Mit der Initiative werden Gastronomiebetriebe vor den Vorhang geholt, die bereits die Herkunft ihrer Lebensmittel transparent kennzeichnen und damit Verantwortung gegenüber Gästen und heimischen Produzenten übernehmen.
Die Nachfrage nach mehr Transparenz ist groß: Laut einer aktuellen Erhebung der Kronen Zeitung sprechen sich 79 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher für eine Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie aus. „Immer mehr Menschen wollen wissen, woher die Lebensmittel auf ihrem Teller stammen. Mit dem Transparenzteller zeigen wir, dass Herkunftskennzeichnung in der Praxis funktioniert“, betonte Jungbauern-Vorstandsmitglied Philip Svazek.
Mit dem Freiensteinerhof wurde ein weiterer Vorzeigebetrieb ausgezeichnet, der auf regionale Qualitätslebensmittel setzt und deren Herkunft offen kommuniziert. Die Steirischen Jungbauern sehen darin ein wichtiges Signal für die gesamte Branche.
Im Rahmen der Pressekonferenz erneuerte Jungbauern-Landesobmann David Tischler die Forderung nach einer verpflichtenden und praxistauglichen Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. „Die Bevölkerung fordert Transparenz, die Landwirtschaft fordert Transparenz und mittlerweile stößt die Herkunftskennzeichnung auch in allen politischen Lagern auf breite Zustimmung. Deshalb stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob die Herkunftskennzeichnung kommt, sondern wann sie endlich umgesetzt wird“, betonte Jungbauern- Landesobmann David Tischler.
Als einen, aus der Sicht der Jungbauern, sehr guten Lösungsansatz für eine praxistaugliche Herkunftskennzeichnung stellten die Steirischen Jungbauern das Transparenztool „Fairdy“ des Bäuerlichen Versorgungsnetzwerks Steiermark (BVN) vor. Auf einem Tischkärtchen befindlichen QR-Code erhalten Gäste Informationen zu Herkunft, Lieferanten und regionaler Wertschöpfung der verwendeten Lebensmittel. Der Gastwirt hat mit diesem System keinerlei bürokratischen Mehraufwand zu befürchten, da sich das Tool mit den Wareneinkäufen direkt verbindet. Mit dieser Lösung verbindet das BVN in einem einfachen Verfahren Landwirtschaft, Gastronomie und Handel und stärkt damit regionale Wertschöpfung sowie transparente Lieferketten.
Die Verleihung des Jungbauern-Transparenztellers zeigt, dass Herkunftskennzeichnung bereits heute erfolgreich gelebt wird. Gemeinsam mit der Österreichischen Hagelversicherung wollen die Steirischen Jungbauern dieses Bewusstsein weiterhin stärken und den Weg für eine flächendeckende Herkunftskennzeichnung ebnen.
Im Bild: Philip Svazek, Gerold Kohlhuber, David Tischler
Fotocredit: Steirische Jungbauern







